Nathan der Weise
Baden, 5400
- Kultur & Bühne




Jerusalem in der Zeit der Kreuzzüge: Als der Jude Nathan von einer Geschäftsreise zurückkommt, erfährt er, dass seine Pflegetochter Recha von einem jungen christlichen Tempelherrn aus dem Feuer seines brennenden Hauses gerettet worden ist. DerTempelherr wiederum verdankt sein Leben dem muslimischen Herrscher Jerusalems, Sultan Saladin, der ihn als Gefangenen begnadigt hat, weil er seinem verstorbenen Bruder Assad ähnlich sieht. Saladin, gerade in finanziellen Schwierigkeiten, bittet den vermögenden Nathan zu sich, um dessen allgemein gerühmte Grosszügigkeit auf die Probe zu stellen. In dem Zusammenhang fragt er ihn, welche Religion denn die «wahre» sei: Judentum, Christentum oder der Islam? Nathan, von seinem Freund Al-Hafi über Saladins Geldnöte unterrichtet, ahnt eine Falle und entscheidet sich, Saladins Frage mit einem Gleichnis – der berühmten Ringparabel – zu beantworten. Doch Saladin scheint von Nathans Vernunft und seiner religiösen Toleranz nicht wirklich überzeugt. Doch wieso nicht Nathans Humanität nutzen, um seine finanzielle Unterstützung im Sinne guter Geschäfte anzunehmen? Aktuelle gesellschaftliche und weltpolitische Konstellationen lassen Lessings berühmtes Aufklärungsdrama von 1779 in einem neuen Licht erscheinen. Ein spannender Politthriller, bei dem es um Macht, Einfluss und Ansehen verschiedener Kulturen geht. Nathan der Weise | Theater Kanton Zürich Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung im Neuen Foyer. Moderation: FREUNDE Kurtheater Baden
MIT Katharina von Bock, Michael von Burg, Fritz Fenne, Axel Julius Fündeling, Mia Lüscher, Pit-Arne Pietz, Miriam Wagner REGIE Katharina Rupp BÜHNE Vazul Matusz KOSTÜME Rudolf Jost MUSIK Olivier Truan LICHT Patrick Hunka DRAMATURGIE Wolfgang Stockmann THEATERPÄDAGOGIK Carola Berendts, Nadine Erne REGIEASSISTENZ Cybèle Zinsli
Termine
- Do., 12. März 2026 19:30 Uhr